Kognitive Förderung

Kognitive Förderung 2

bedeutet, im Spiel und durch alltägliche sowie gezielte Förderung werden Übungsmöglichkeiten geschaffen und Lernmuster entwickelt.

Ein Kind unter drei Jahren begreift die Welt mit all seinen Sinnen, aber nur so, wie es selbst sie wahrnimmt. Sein Denken und Handeln basiert auf Anschauung, nicht auf logisch-abstrakten Überlegungen.

Durch konkrete sinnliche Erfahrungen – Sehen, Riechen, Hören, Schmecken, Betasten – und das Experimentieren mit den Dingen der Umwelt erfährt das Kind deren Eigenschaften, und es entdeckt und erprobt Zusammenhänge. Somit wird es dem Kind möglich, den Gegenständen Eigenschaften und Reaktionsweisen bald „anzusehen“.

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Für die pädagogische Arbeit bedeutet das, dem Kind eine vorbereitete Umgebung mit angemessenen Spielmaterialien zu bieten und durch die Raumgestaltung und Dekoration verschiedene Sinneswahrnehmungen der Kinder anzuregen.

Das Sinnesmaterial ist auch noch für die Kinder ab drei Jahren ein Entwicklungsmaterial. Die in das Unterbewusstsein aufgenommenen Vor- Erfahrungen des Kleinkindes in seiner Umgebung werden nun durch Sinneserfahrungen – Begreifen mit den Händen – ins Bewusstsein geholt. Die Kategorie von groß / klein, lang / kurz, rau / glatt usw. werden mit den Händen „begriffen“, längst bevor sie im Kopf „begriffen“ werden. Die Verkoppelung von Sinneswahrnehmungen mit dem Aufbau der Gehirnstruktur ist die sensorische Integration der Gesetzmäßigkeiten in der sinnlich wahrnehmbaren Welt.

Das Sinnesmaterial dient im Alter ab drei Jahren vor allem zur Übung und zur Funktionsprüfung aller Sinne. U a. beeinflusst es die Vorstrukturierung für den „mathematischen Geist“ des Kindes und spielt somit auch zur Vorbereitung auf die Schule eine bedeutende Rolle.

Durch beobachtete und je nach Bedarf begleitete Freispielphasen im Gruppenalltag, kann der Entwicklung von Phantasie, Ausdauer, Merkfähigkeit und Konzentration nachgekommen werden.

In den ersten Lebensjahren gehen die Entwicklungsschritte oft sehr schnell vor sich, dabei gibt es individuell unterschiedlich stattfindende Schritte und Verzögerungen, auf die der Pädagoge reagieren muss.

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Die körperliche Entwicklung geht mit der seelischen Entwicklung nicht immer parallel. Durch die kleinen überschaubaren Gruppengrößen, durch die verschiedenen fachlichen Kompetenzen der Mitarbeiter (Pflegediensthelferin, Kinderpflegerin, Sozialassistentin, Erzieherin und Diplom-Pädagogin) und die räumlichen Möglichkeiten, kann auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen und differenzierte Erfahrungsmöglichkeiten umgesetzt werden.